Warum spare ich ausgerechnet am Samen?
Neulich habe ich in meine Samenschublade geschaut und festgestellt: Da liegt verdammt viel Zeug drin. Einen Teil habe ich von der letzten Cannabis-Messe in Düsseldorf mitgenommen, das gab es die gratis. Ein paar Sorten habe ich mir selbst gekauft. Ausprobiert habe ich bisher nur wenige, ich würde gern mehr.
Beim Durchsehen ist mir aufgefallen, dass es immer dieselbe Kategorie ist. Sechs bis zehn Euro pro Samen, mehr war es nie. Nichts, was wehtut.
Dann habe ich angefangen zu rechnen, was der Rest kostet. Lampe, Zelt, Dünger, Substrat, pH-Messgeräte: weit über tausend Euro. Dazu die Zeit. Vom Samen bis zur Ernte dauert es bei photoperiodischen Sorten über einen Monat, sage ich mal. Moment. Fast vier Monate, wenn man es richtig macht. Man steckt sehr viel Zeit in diese Pflanze.
Vorne also Geld, hinten Geld, dazwischen Monate. Und ausgerechnet am Anfang von allem, beim Samen, drehe ich jeden Euro zweimal um. Ich spare an genau dem, weswegen ich das Ganze überhaupt mache.
Warum ist das eigentlich so? Warum ist der Geiz an dieser Stelle so geil?
Ich habe keine Antwort. Ich habe nur eine Schublade, und die ist voll.